Glaubensfragen

Fragen an den christlichen Glauben

Es gibt eine Reihe grundlegender Glaubensfragen, die Glaubenden und Suchenden immer wieder begegnen. Das liegt daran, dass diese Fragen ganz nahe liegend sind. Glaubensfragen sind also etwas Normales! Hier nun zwei Angebote:

1. Unterhalten Sie sich in einem Glaubensgesprächskreis über sieben Abende mit anderen über die wichtigsten Themen des Glaubens. Dort können alle oder jedenfalls fast alle Fragen geklärt werden.

2. Klicken Sie in der folgenden Tabelle auf die Frage, die Sie interessiert, sie können dann eine Antwort lesen! Glaubensfragen, die mich bewegen:

Was ist der Sinn des Lebens?
Hat der Mensch einen freien Willen? 
Was verstehen Christen unter Sünde?
Warum braucht der Mensch Erlösung?
Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu?
Kommt etwas nach dem Tod?
Kann man die Angst vor Leid und Tod verlieren?
Was ist der Vorteil, ein Christ zu sein?

Was ist der Sinn des Lebens?

»Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten« (Johannes 3,15+16).  Gott will, dass wir mit ihm leben. Wer von ihm getrennt lebt, verfehlt das Leben, das Gott gab. Wer mit Gott lebt, erwidert seine Liebe und gehört zu ihm wie ein Kind zum Vater. Ein Mensch, der Gott lebendig und persönlich vertraut, hat Anteil an allem, was Gott ist und wird ewig bei ihm leben.

In diesem Leben lernen wir, Gott zu vertrauen und uns mit ihm zu verbinden. Wir folgen Jesus nach, versuchen nach seinem Beispiel zu leben. Gott schenkt allen Glaubenden seinen Heiligen Geist, damit wir mit dessen Hilfe unsere Gaben entfalten und zur Nachfolge fähig werden. Dazu erhalten wir von Gott besondere Fähigkeiten, natürliche, die jeder Mensch sich unter entsprechenden Lebensbedingungen erschliessen kann und solche, die insbesondere für die Gemeinschaft der Christen und für die Einwirkung auf die Welt, in der wir leben, geeignet sind. 

Der Sinn unseres Lebens liegt darin, mit Gott eine Beziehung einzugehen, daraus Kraft zu schöpfen und diese Welt verantwortlich mitzugestalten. Anderen zu dieser Beziehung zu verhelfen, ist deshalb ein Teil unseres Lebenssinnes.

Die Bibel rechnet aber nicht mit dem Glauben aller Menschen. Deshalb wird es eine neue Erde und einen neuen Himmel geben. 

Hat der Mensch einen freien Willen?

Der Mensch hat einen freien Willen, um sich für eine Beziehung zu Gott zu entscheiden und Gottes Liebe zu erwidern. Nur aus freier Entscheidung für Gott macht die Liebe des Menschen für Gott Sinn. In der Kirchengeschichte hat es intensive Diskussionen über die Frage gegeben, ob ein Mensch einen freien Willen haben kann, wenn Gott zugleich umfassend und weise ist.

Gott ist umfassend und nicht auf Raum und Zeit begrenzt. Er ist an jedem Punkt von Raum und Zeit präsent. Daher kennt er die komplette Entwicklung der Wirklichkeit und kann an jedem Punkt und zu jeder Zeit nach seinem Willen in die Entwicklung eingreifen. Aber Gott manipuliert die Auffassung eines Menschen nicht. Er will ihn überzeugen, will ihn mit Liebe zu einer Gemeinschaft gewinnen, die alles bloß Materielle überwindet.

Der Mensch hat deshalb einen freien Willen, damit er auf die Liebe Gottes antworten kann. Erzwungene Liebe wäre ein Widerspruch in sich. Gott will jeden Menschen für seine Liebe gewinnen. Aber jeder Mensch muss sich selbst entscheiden und auf Gottes Liebe mit eigener Liebe antworten. Wer dies tut, beginnt neu zu leben, nach neuen Prinzipien, die von Gott kommen.

Was verstehen Christen unter „Sünde“?

Gott möchte, dass jeder Mensch mit ihm in einer lebendigen, von Vertrauen gekennzeichneten Beziehung steht, gerne mit Gott zusammen ist, Gottes Liebe genießt und erwidert.

Der freie Wille
Deshalb hat der Mensch einen freien Willen. Der Mensch soll in der Lage sein, Gottes Liebe aus freier Entscheidung zu erwidern. Aber wie beim Erwachsenwerden will der Mensch eine eigene Position einnehmen. Er distanziert sich von Gottes Willen.  Ja, er rebelliert gegen Gott, obschon der Gehorsam gegen Gott ihn ja nicht in seiner Würde schmälert. Diese Trennung von Gottes Willen nennt die Bibel Sünde. Die Sünde hat große Auswirkungen. Durch die Sünde gelangt ein Mensch nicht in die Herrlichkeit Gottes. Er hat keinen Anteil mehr an Gott, schneidet sich von Gottes Lebenskraft ab. 

Sünde kommt von Sund
Das wird auch an dem Wort Sünde deutlich: Das Wort Sünde kommt von Sund. Ein Sund ist ein Teil des Meeres, das zwei nahegelegene Landmassen voneinander trennt, eine so genannte Meerenge. So ist ein Sünder von Gott getrennt. Der Mensch fühlt sich von Gott eingeschränkt. Er lehnt Gott ab und beginnt, die Werte Gottes zu verändern, zu relativieren. Er interpretiert den Willen Gottes nach den eigenen Vorstellungen oder lehnt es ganz ab, an die Wirklichkeit Gottes zu glauben.

Aber Gott liebt die Sünder, auch wenn er die Sünde ablehnt. Deshalb sucht Gott den Menschen auf,  um die Beziehung wieder herzustellen. Weil ein Mensch nicht allein vor Gott gerecht werden kann, der Sund also nicht allein überwunden werden kann, ist Gott in unsere Welt gekommen, um unseren Weg zu ihm zu ebnen. 

„Römerstraße“ - drei Kernverse zum Glauben

Der Römerbrief ist die systematischste Abhandlung des Christlichen Glaubens, die wir im Neuen Testament finden. Der Apostel Paulus wollte sich mit diesem Brief der christlichen Gemeinde in Rom empfehlen, die er in Kürze zu besuchen beabsichtigte.
Man kann den Römerbrief nicht auf drei Sätze reduzieren, aber die rechts genannten Sätze geben einen Einblick in das Wesentliche seiner Argumentation.

Menschen sind Rebellen gegen Gott

Der christliche Glaube will den Menschen nicht schlecht machen, Aber er beschreibt, wie Gott den Menschen sieht: Gott beklagt die Trennung des Menschen von Gott. Wir sind gedacht als intelligente Wesen, die um Gott wissen und in Verbindung mit ihm leben.

Die Trennung von Gott äußert sich in unklugen, egoistischen und teils auch boshaften Handlungen. Und sie sind kein Versehen, die Trennung von Gott beginnt im Kopf, in unseren Gedanken.

Die Trennung von Gott hat eine große Konsequenz: Wir haben uns von seiner unendlichen Lebenskraft abgeschnitten und müssen sterben. Ja wirklich, die Bibel sagt, dass wir ewig leben würden, wenn wir in der Kraftsphäre Gottes leben würden. Eines Tages werden wir dies in seiner „Dimension“ erfahren. 

Der Glaube ist wie ein Schlüssel in die Ewigkeit

Paulus betont, dass unser Glaube Gott etwas sehr Wichtiges zeigt: Unser Vertrauen. Unser Glaube ist der Ausdruck unseres Wunsches, die Trennung von Gott zu überwinden.

Leider können wir unseren Wunsch nicht Wirklichkeit werden lassen. Wir können Gott aber bitten, uns anzunehmen. Es ist wie eine große Liebe, die angenommen werden will. Wer glaubt und bekennt, erlangt Anteil am ewigen Leben.

Römer 3,24

Alle sind schuldig geworden und haben den Anteil an Gottes Herrlichkeit* verloren

Römer 6,23

Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod. Gott aber schenkt uns unverdient, aus reiner Gnade, ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Römer 10,10

Wer mit dem Herzen glaubt, wird von Gott als gerecht anerkannt; und wer mit dem Mund bekennt, wird im letzten Gericht gerettet.

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