Die heilige Taufe

Gott anvertrauen

Biblischer Hintergrund

Sie denken über die Taufe nach?

Wir sind sehr froh, dass Sie in Betracht ziehen, sich taufen zu lassen oder Ihr Kind taufen zu lassen. Die Informationen auf diesen Seiten geben Ihnen erste Erläuterungen zur Taufe, sowie der notwendigen Schritte.


Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, schreiben Sie mir eine Mail, oder rufen Sie unseren Pfarrer an (02202) 95 17 27. Wir würden uns glücklich schätzen, Sie in Ihrem Glauben an Gott zu unterstützen!

Zur Zeit der frühen Kirche wurden keine Säuglinge getauft. Die Christen setzten voraus, dass jeder Mensch sich entscheiden muss, ob er zu Christus gehören möchte, ja sie setzen sogar voraus, dass alle Taufwilligen zuerst ihren Glauben bekennen können. Erst dann wurde getauft. Allerdings wurden auch ganze Hausgemeinschaften getauft. Eine Hausgemeinschaft besteht aus allen, die im Haus wohnen, wie wir heute vermuten.

Ob auch minderjährige Kinder schon Beachtung fanden, ist nicht gesichert. Nach einigen hundert Jahren ließen mehr und mehr Eltern ihre Kinder taufen. Das Taufverständnis hatte sich gewandelt. Es trat in den Vordergrund, erlöst zu sein und zu Gott zu gehören. Die Kinder wurden in der Hoffnung getauft, später den Glauben anzunehmen. Falls sie aber bald sterben sollten, aufgrund der hohen Säuglingssterblichkeit eine leider oft berechtigte Befürchtung, sollten sie zu Gott gehören und Anteil am ewigen Leben haben. Taufe und Glaube wurden also in ihrer Reihenfolge umgedreht, waren aber beide ein unverzichtbarer Bestandteil des christlichen Lebens.

Taufe heute

Heute verliert die Taufe von Säuglingen ihre Selbstverständlichkeit. Oft sind die Eltern unsicher und wollen deshalb ihren Kindern die Entscheidung überlassen. Manche Christen, die die Bibel gut kennen, möchten dagegen dem biblischen Vorbild folgen, indem sie ihre Kinder im Glauben erst fördern, und dann darauf hoffen, dass ihre Kinder sich bewusst für Christus entscheiden! Erst dann wird das Kind getauft. Als Säuglinge werden diese Kinder gesegnet, so wie Jesus und alle jüdischen Kinder als Säuglinge zur Segnung in den Tempel gebracht werden.

Die Autoren des Neuen Testamentes aber wollten mit der Taufe mehr. Taufe bedeutet, mich der Herrschaft Gottes unterstellen, mich von der Welt und ihren Einflüssen trennen, und durch Christus wirklich ein neuer Mensch werden. Paulus schreibt, dass der selbstsüchtige Anteil eines Menschen in seiner Taufe stirbt. Er ist für die Sünde tot und lebt neu in Christus. Gerade darin, dass er sich Jesus anvertraut seinen selbstsüchtigen Anteil bewusst und entschieden in den Tod Jesu gibt, erfährt er Befreiung. Er gehört nicht mehr sich selbst, er gehört Jesus, dem Sohn Gottes. Nur so lässt sich begreifen, dass eine Neugeburt der Glaubenden erfolgt:
Paulus schreibt im 2. Brief an die Korinther /Kap.5, Vers 17: »Ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.« Die Heilige Taufe birgt also viel mehr in sich als man denken mag. Die eröffnet eine neue Existenz, nämlich die eines Menschen, der ganz unter Gottes Segen steht und Jesus immer ähnlicher wird, weil er Jesus gehört und Jesu Werte zu seiner eigenen Identität gemacht hat.

Als Eltern für eine Verpflichtung entscheiden

Wie Sie sich auch entscheiden, nach christlichem Verständnis ist es eine wesentliche Aufgabe der Eltern, ihrem Kind von Gott zu erzählen, mit ihm zu beten und es der Gemeinde Jesu nahe zu bringen. Diese Grundhaltung ist die Voraussetzung der Kindertaufe.

Segnung oder Taufe
Viele Eltern wollen ihr Kind unter den Segen Gottes stellen. Sie möchten dieses zarte verletzbare Kind nicht allein beschützen. Sie erbitten Gottes Beistand. Mit anderen Worten, sie wünschen eine Kindersegnung. Eine Kindersegnung ist in der evangelischen Kirche möglich.

Die Taufe ist dagegen eine Überantwortung des Lebens unter Christus. Die Eltern oder der zu taufende Mensch selbst bekennen Christus als den Herrn. Sie nehmen seinen Tod als stellvertretenden Sühnetod für unsere Sünden an und lassen sich von Christus befreien, ein neues Leben mit Gott zu führen. Entsprechend höher ist die Erwartung an die Eltern und ihre Selbstverpflichtung, ihr Kind so zu erziehen, dass es Christus kennen lernt durch biblische Geschichten, das Gebet, das Vorbild der Eltern und die Gemeinschaft der Glaubenden in der Kirchengemeinde.

Sie sehen also, dass diese Entscheidung in keinem Fall leichtfertig getroffen werden sollte. Segnung und Taufe sind beide wertvolle Hoffnungszeichen.

Die Taufe vorbereiten

Alle Unterlagen können Sie von Pfarrer Dehmel erhalten oder schon hier auf unserer Homepage herunter laden:

a) Ein Anmeldeformular
b) Einen Elternbrief zur Taufe
c) Pateninformationen und
d) Eine Auswahl von Taufversen 

Schauen Sie auch gerne unter http://www.taufsprueche.de
oder
http://www.taufspruch.de

AnmeldeformularTaufelternbrief PatenbriefTaufverse

Bedeutung

Die Heilige Taufe ist ein Wirken Gottes am Menschen. Gott ist bereit, den getauften Menschen als sein Kind anzunehmen und ihm ein Leben lang nahe zu sein, ja sogar über dieses Leben hinaus.

Die Taufe wird dadurch vollendet, dass der Mensch die Hände Gottes ergreift, seine Gnade annimmt und sich Gott mit seiner ganzen Person unterstellt. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe als Eltern, Paten und als Gemeinde.

"Du bist mein geliebtes Kind!" spricht Gott, der Herr. Gott gibt jedem Menschen, der getauft wird, seinen Heiligen Geist. Das weitere Leben und das Wachsen im Glauben entscheiden darüber, ob der Geist Gottes in diesem Menschen handeln kann.

Erwartung

1. Machen Sie sich bewusst, was Sie von der Taufe erwarten! Lesen sie im Neuen Testament nach, was dort über die Heilige Taufe ausgesagt wird. (Markus 1,4 und 1,9-13, Römer 6,1-13, Apostelgeschichte 2, 37-47 u.v.m.)

Vermittlung

2. Machen Sie sich bewusst, wie Sie Ihrem Kind eine Beziehung zu Gott vermitteln wollen. Sind Sie bereit, Ihrem Kind den Christlichen Glauben nahe zu bringen? Erst der Glaube macht die Taufe vollständig!

Kontakt

3. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Pfarrer bzw. Ihrer Pfarrerin auf. In der Kirche zum Heilsbrunnen ist Herr Pfarrer Dehmel für Sie da. Sie können ihn unter der Rufnummer 02202 95 17 27 erreichen.

Vorbereiten

4. In dem Gespräch mit Pfarrer Dehmel können Sie Ihre Gedanken klären und gemeinsam die Taufe vorbereiten. Sie könnten Lieder, ein Gedicht und eine Gebetsbitte vorschlagen. Insbesondere wird er Sie ermutigen, die Taufe Ihres Kindes dadurch zu bewahrheiten, dass Sie Ihr Kind beim Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu Gott aktiv unterstützen und es der Gemeinschaft der Glaubenden zuführen.

Lojalität

5. Wenigstens ein Elternteil und alle Paten müssen einer christlichen Kirche angehören. Falls Sie oder Ihr Ehepartner aus der Kirche ausgetreten sind, überlegen Sie ob jetzt nicht der Zeitpunkt gekommen ist, wieder in die Kirche einzutreten, weil Sie in Ihrem Handeln authentisch sein wollen.

Termin

6. Die Taufe wird in der Regel im Gottesdienst am 1. Sonntag im Monat gefeiert. Dieser Gottesdienst ist deshalb so geeignet, weil dort Jung und Alt gemeinsam beginnen. Die lockere Atmosphäre hilft allen, sich heimisch zu fühlen, und die Kinder werden in den Gottesdienst integriert.
Ggf. suchen wir gemeinsam einen anderen Termin.

Über uns

Die Kirche zum Heilsbrunnenist der IV. Pfarrbezirk der Evang. Kirchengemeinde Bergisch Gladbach.Wir gehören zum Kirchenkreis Köln rechts-rheinisch und zur Evangelischen Kirche im Rheinland

Unsere Web-Sites

heilsbrunnen.de  
hosenmaetze.de 
Partnerstadt-Ganeytikva.de 
Kirche-BergischGladbach.de

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Pfarrer Achim Dehmel
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02202 2 44 888
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